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Tut dies zu meinem Gedächtnis

Tut dies zu meinem Gedächtnis


# Spirituelle Impulse - St. Cäcilia
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2021, 09:46 Uhr

Predigt am Fronleichnamssonntag

06. Juni 2021 – zugleich St. Norbertfest

Tut dies zu meinem Gedächtnis

Seit über einem Jahr sind wir schon im Exil. Seit über einem Jahr gelten für unsere Gottesdienste Hygieneregeln, die – auf den ersten Blick – völlig extrem wirken und uns gezwungen haben, unsere Gottesdienste in den Pfarrsaal zu verlegen oder eben nach draußen. Und dennoch: wir wollen die Eucharistie feiern, denn wir leben von ihr.

Christus hat im Abendmahlssaal die Feier der Eucharistie eingesetzt, gestiftet und seine Jünger damit beauftragt: Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Und er hat das nicht getan, damit wir etwas zu tun hätten in unserer Langeweile. Er hat es getan, weil er wusste: ohne die Messe können meine Jünger nicht leben.

Sie werden den Glauben verlieren.

Das ist auch der Grund, warum der heilige Norbert (dessen Fest am heutigen Tag gleich mitgefeiert wird) oft mit einer Monstranz in der Hand dargestellt wird. Wenn wir oben den Segen spenden für alle Bewohner des Norberthauses, dann können Sie die Figur anschauen.

 

Der heilige Norbert soll nachdem er den Orden der Prämonstratenser gegründet hatte, in einer Predigt in Antwerpen die Anhänger des Tanchelm zur Annahme der Lehre über die wirkliche Gegenwart Christi in den Gestalten von Brot und Wein überzeugt haben. Diese glaubten nicht an die Messe und an die Wandlung. Sondern nur an Tanchelm und was dieser so lehrte.

Die Monstranz in der Hand des Norbert steht als Symbol für die wirkliche Gegenwart Christi in seinen Sakramenten, auch wenn solche Monstranzen erst nach dem Tod des hl. Norbert in Gebrauch kamen.

Wir wollen dieses Fronleichnamsfest als ein Tag des Dankes feiern. Auch wenn viele unserer Gemeindemitglieder lange nicht physisch im Pfarrsaal oder in der Kapelle oben waren, sind sie doch im Geiste mit uns verbunden und auch sie leben aus der Kraft und durch den Segen der Gegenwart Christi mitten unter uns.

Wir wollen diesen Tag als einen Tag des Dankes begehen, dass wir in diesen langen Monaten der Pandemie dennoch wieder Gottesdienste halten durften, dass wir trotz aller Einschränkungen die Gegenwart Christi im Sakrament feiern durften. Und dass wir den Tabernakel in der täglich geöffneten Josefskapelle haben.

Wir wollen heute danken für die Gegenwart Christi in seiner Gemeinde und für seinen Segen, den er uns im vergangenen Jahr geschenkt hat.

Und wir wollen ihm versprechen: wir wollen auch im nächsten Jahr sein Gebot der Nächstenliebe halten, wir wollen seinem Bund treu bleiben und wir bitten ihn auch im nächsten Jahr: Segne uns, Herr Jesus Christus, segne deine Gemeinde Sankt Cäcilia und alle unsere Freunde und Nachbarn – im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.